Weine nicht, weil es vorbei ist…

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Es war ein Freitagabend Ende Januar. Wir gingen durch die Straßen Berlins, meine Hand in deiner. Es war einer der unbeschwerten Momente, die ich mit dir erlebt habe. Eigentlich waren alle Momente mit dir unbeschwert, selbst solche, in denen wir über traurige Themen gesprochen haben. Wie damals, an demselben Abend, nachdem ich dir von meinem wunden Punkt erzählt habe und du mein Gesicht in beiden Händen genommen und meine Stirn geküsst hast. Vielleicht liegt es an dir, dass alles so leicht war. Und weil alles so leicht war, hat es sich immer etwas unrealistisch angefühlt. Unrealistisch, traumhaft, einzigartig und schön.

Es sind diese besonderen Momente, die es mir so schwer machen, dich loszulassen. Aber ich sage mir selbst, dass es schon ok sei, noch an dich zu denken, die zauberhaften Erinnerungen mit dir wachzurufen, dabei zu lächeln und dankbar zu sein, dass ich sie erleben durfte. Es ist wirklich ok, einen tollen Menschen im Herzen zu tragen, ohne ihn zu leben und trotzdem das Beste für ihn zu wollen. Das ist das, was ich für dich will und ich denke, dass du es bereits hast. Ich bin glücklich. Ich trauere nicht. Warum auch? Denn das, was vorbei ist, war perfekt, und das, was hätte sein können, wäre möglicherweise nie schöner geworden. Also behalte ich dich in guter Erinnerung, als etwas wunderbar Surreales, das so wertvoll ist, dass es ausschließlich positive Gefühle in mir auslöst. Ich denke an dich, auf einer selbstlosen und bedingungslosen Art und Weise. Ohne Hoffnung, ohne einen Plan zu machen, ohne Reue oder Bedauern. Ich lebe mein Leben und kann es in vollen Zügen genießen, unabhängig von dir. Was soll ich mehr wollen?

Vielleicht werden wir uns eines Tages wiedersehen. Vielleicht dann, wenn unsere Haare grau und unsere Gesichter faltig sind. Vielleicht, wer weiß? Aber wenn nicht, wäre es auch ok. Ich werde dich wahrscheinlich nie wieder mit denselben Augen sehen, wie ich dich damals gesehen habe. Das idealisierte Du sollte erhalten bleiben. Dass wir getrennte Wege gehen, macht wahrscheinlich Sinn und ich bin mir sicher, dass das Leben nur das Beste für uns will. Also falls du mal an mich denken musst, dann hoffe ich, dass ein Lächeln auf deinem Gesicht erscheint, vielleicht nur für einen kleinen Augenblick, bevor die Realität dich wieder einholt. Das mit uns ist nicht verloren gegangen. Vielleicht befindet es sich nur in einer anderen Dimension.

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Autor: metropolenherz

Ich bin Thao Tran - Studentin, Reisende, Kunst- und Literaturliebhaberin. Ich freue mich über deinen Besuch.

3 Kommentare zu „Weine nicht, weil es vorbei ist…“

  1. Ein sehr schöner und gefühlsbetonter Beitrag zum Thema loslassen. Ich danke dir dafür. So schwer es scheint, müssen wir im Leben dennoch immer wieder Phasen, Dinge aber auch Menschen loslassen. Wenn eine Tür zu geht, öffnet sich aber auch immer eine andere. Im Schmerz des loslassen können wir oft nicht daran glauben, aber bisher hat mich das Leben immer eines besseren belehrt.
    Herzliche Grüße
    Melanie

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