Szenenarbeit an der STARTER Schauspielschule

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Es gibt keine schlechten Rollen, sondern nur schlechte Schauspieler? Nach meinem dritten Besuch in der STARTER Schauspielschule, bei dem wir in Rollen schlüpfen und Szenen spielen durften, hat sich meine Sicht völlig verändert. 

Nach unserer Anmeldung bekamen wir unsere Rollen, die wir in 2er-Gruppen spielen sollten. Das Aufwärmen dauerte diesmal nicht lang. Wir mussten lediglich, während wir unserem Partner einen Ball zuwarfen, unseren Text üben. Danach durften wir die Szene einmal mit unserem Partner proben, bevor Liz sie mit der Kamera aufnahm.

Als Erstes waren Fanny und Sanne daran. Fanny spielte eine junge Künstlerin, die mit einem Mann zusammen war, der wesentlich jünger als sie zu sein schien. Sanne spielte die Mutter des jungen Mannes, die beim Zusammentreffen mit Fanny ihren Unmut über die Beziehung und über Fanny äußerte und eine feindliche Stimmung entstehen ließ. Die nächste Gruppe war Basti und Denise. Basti spielte einen Polizisten, der bei seinem Einsatz Denise traf, von der er vermutete, dass diese von ihrem Freund geschlagen wurde, die jedoch leugnete. Da beide sich zueinander hingezogen fühlten, da nahm Basti am Ende all seinen Mut zusammen und bat Denise um ein Date, die mit Freude die Einladung annahm und Basti mit ihrer Spontanität überraschte. Dann kamen mein Partner Peter und ich. Wir spielten zwei Leute, die, trotz Beziehung, seit Jahren eine Affäre miteinander hatten. Es war unsere Vorliebe, uns auf geistiger Ebene zu duellieren und somit die Stimmung anzuheizen. Um ihn zu testen, erzählte ich ihm, dass ich meinen Freund bald heiraten würde, dennoch nicht glücklich sei, da er bald sterben würde. Peter durchschaute mich jedoch und gab eine sehr freche Antwort und wir fingen an, einander anzustacheln. Für mich stellte es sich als eine echte Herausforderung heraus, vor der Kamera zu stehen, den Text an der richtigen Stelle zu sprechen und authentisch zu sein. Was im echten Leben vielleicht nie ein Thema wäre, kamen beim Spielen Gedanken wie: Wie soll ich stehen? Wohin mit meinen Händen? Hoffentlich vergesse ich den Text nicht. Hoffentlich fange ich nicht an zu lachen…

Der große Moment kam am Ende, als wir uns selbst im Fernseher anschauen durften und Liz uns Feedback gab. Während ich meine Mitschüler bewunderte, weil sie mehr als überzeugend ihre Rollen spielen konnten, war mir mein Auftritt etwas peinlich. Aber es war wahnsinnig toll zu hören, was Liz dazu zu sagen hatte. Sie sah immer sofort, wo man etwas verbessern muss. Dafür bewundere ich sie.

Nach meiner ersten Szenenarbeit stimmt der Spruch „Es gibt keine schlechten Rollen, sondern nur schlechte Schauspieler“ nicht mehr, denn ich habe gesehen, wie viel Arbeit dahinter steckt und wie schwer es war, sich überzeugend darzustellen. Natürlich gibt es Schauspieler, die besser sind als andere, aber für mich gibt es keine schlechten Schauspieler mehr, sondern nur noch welche, die noch Schauspielunterricht gebrauchen können.

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Autor: metropolenherz

Ich bin Thao Tran - Studentin, Reisende, Kunst- und Literaturliebhaberin. Ich freue mich über deinen Besuch.

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