Im Land der Tulpen – Amsterdam, Zaandam, Zandvoort

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Das Fernweh hatte mich in die Niederlande getrieben. Spontan hatte ich Tickets für den Flixbus und das Hostel gebucht, meinen Koffer gepackt und meine Schwester mitgenommen. Es war unser erster Geschwisterurlaub und wir waren zum ersten Mal im Land der Tulpen.

Unser Hostel war in Zaandam. Als wir ankamen, waren wir hin und weg von der schönen Innenstadt. Alles sah idyllisch und bunt aus und ein Zauber lag in der Luft, dass ich das Gefühl hatte, meine Umgebung sei einem Märchen entsprungen.

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Die Stadt Zaandam

Nach dem Frühstück im Café Wunder´s in der Innenstadt fuhren wir zwölf Minuten mit dem Zug nach Amsterdam. Am Hauptbahnhof wurden wir von einem Reisenden überrascht, der an einem Klavier spielte, das mitten in der Halle stand. Er spielte so schön, dass wir eine Weile stehen blieben, um ihm zuzuhören. Nach dem Lied musste er zum Zug und wir machten uns auf den Weg in die Innenstadt.

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Der fremde Pianist

Kaum waren wir zehn Minuten in Amsterdam, hatte ich mich bereits in die Hafenstadt verliebt und im Lauf der Tage wurde meine Liebe immer größer. Mich faszinierten die alten, imposanten Gebäude, die Brücken, die vielen Fahrräder, die wunderschönen Parks und die freundlichen Menschen. Am ersten Tag fuhren wir mit dem Boot durch die Kanäle und gingen am Abend zum Filminstitut Eye, die mit der Fähre hinterm Bahnhof in wenigen Minuten zu erreichen war.

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Filminstitut EYE

Vom Wissensdurst getrieben nahmen wir am nächsten Tag an einer geführten Tour von 360° Amsterdam teil und folgten unserem tollen Reiseführer Rik durch die Stadt. Auf humorvollen Art und Weise erzählte er uns von der Geschichte Amsterdams und brachte uns zu bedeutsamen Orten, dabei ließ er die Straße der Coffeeshops nicht aus. Vor dem Original Damkring Amsterdam standen wir eine Weile und Rik erklärte, dass Brad Pitt und George Clooney für Ocean Twelve einst darin saßen. Der Shop sollte, laut Rik, angeblich auch der Trennungsgrund für Brad und Jennifer gewesen sein.

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Der berühmteste Coffeeshop Amsterdams

Gegen Nachmittag gingen wir zum Westerpark, um Energie zu tanken. Am Abend besuchten wir das Hash, Marihuana & Hemp Museum, welches meine Schwester faszinierend, ich aber nicht sehr interessant fand. Das Rijksmuseum, das wir am nächsten Tag besuchten, fand ich dagegen sehr lohnenswert. Das riesige Gebäude beinhaltete Gemälde von unter anderem Berühmheiten wie Rembrandt, Van Gogh und Jan Vermeer sowie eine wunderschöne Bibliothek. Nach dem Museumsbesuch gingen wir zum  Vondelpark und genoßen die Natur.

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Die Bibliothek im Rijksmuseum

Die auf dem Sumpfland entstandene Stadt hat ihren Namen von dem im 13. Jahrhundert errichteten Damm sowie dem Fluss Amstel. Weil die Holzpfähle, auf denen die Häuser gebaut waren, mit der Zeit vermodert wurden, standen manche Häuser heute schief und verzerrt. Viele wurden auch absichtlich nach vorne geneigt gebaut, damit Gegenstände nach oben gezogen werden konnten, ohne die unteren Fenster zu zerstören. Das schmalste Gebäude der Welt befand sich ebenfalls in Amsterdam.

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Das schmalste Gebäude der Welt (rot)

Am letzten Tag fuhren wir mit dem Hostel-Shuttle nach Zandvoort, eine kleine Stadt, die ca. 40 km von Zaandam entfernt lag. Als Erstes gingen wir an den Strand, obwohl es kalt und windig war. Beim Anblick des weichen Sands zog meine Schwester die Schuhe aus und lief glücklich den Strand entlang. Ich folgte ihr, ebenfalls barfuß. Dann wurde uns die Kälte zu unerträglich und so verließen wir den Strand und gingen in die Stadt. Auch dieses kleine Örtchen wuchs uns mit seinem Charme ans Herz. Besonders die Innenstadt mit den kleinen Läden und Cafés fanden wir sehr süß und eindrucksvoll. Nach dem Abendessen gingen wir wieder an den Strand und beobachteten Menschen beim Kitesurfen. Gerade als es windig und kalt war, entdeckte ich, wie die Sonne am Horizont unterging. Innerhalb von Minuten wurde der ganze Himmel orange, der sich am Wasser spiegelte. Alle Menschen blieben stehen und richteten ihren Blick auf die Quelle des Lichts. Am Ufer standen Männer mit ihren Angelruten und zogen hin und wieder daran. Auf einmal vergaßen wir die Kälte, wir sahen nur noch die Schönheit der Natur und waren glücklich.

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Sonnenuntergang in Zandvoort

Später holte uns Ari vom Hostel ab und brachte uns zum Bus. Unser Geschwisterurlaub endete hier, aber wir wollten irgendwann zurückkehren und uns erneut in das wunderbare Land verlieben. Hoffentlich bis bald in naher Zukunft.

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Autor: metropolenherz

Ich bin Thao Tran - Studentin, Reisende, Kunst- und Literaturliebhaberin. Ich freue mich über deinen Besuch.

3 Kommentare zu „Im Land der Tulpen – Amsterdam, Zaandam, Zandvoort“

  1. Ein schöner Reisebericht und super, dass Du so viele Bilder eingefügt hast 🙂 Ich finde Amsterdam auch eine coole Stadt, wenngleich ich nur einmal für ein Wochenende dort war und nicht allzu viel gesehen habe. Die Atmosphäre ist einmalig und die Pommer Fries auch 😉 Cool, dass man da auch mit Flixbus hinkommt.

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