Willkommen in Melbourne

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Endlich bin ich in Melbourne. Endlich konnte ich mal bei jemandem das Couchsurfen ausprobieren. Und endlich hat das Praktikum angefangen, welches der Grund war, warum ich hergekommen bin.

Am Flughafen angekommen war ich überrascht von der Temperatur: 38 Grad! Dabei dachte ich, wir hätten hier Herbst. Es dauerte einige Stunden, bis ich bei meinem Host Max W. angekommen bin. Ich erschien später als vereinbart und er bemerkte sofort, dass es sehr untypisch für Deutsche war. Er hat nämlich auch mal in Deutschland gelebt.

Max W. hat ein sehr beindruckendes Apartment in einem noch beeindruckenderem Gebäude in South Yarra. Er selbst ist zuvorkommend und höflich. Dennoch kamen wir nicht dazu, etwas miteinander zu unternehmen.

In dieser ersten Woche war ich meistens allein und ließ die Stadt auf mich einwirken. Was mich hier beeindruckte, sind die Graffitis und die Straßenmusiker. Es sah so aus, als hätten sich künstlerisch talentierte, junge Menschen in Melbourne verabredet, um diese Stadt noch liebenswürdiger zu machen.

Eines Abends ging ich nach der Arbeit in die Royal Botanic Gardens und begegnete einem Jogger, den ich anhielt, um nach dem Weg zu fragen. Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihm, dass ich neu in Melbourne sei. Sofort bat er an, mein Tour-Guide zu sein und so tauschten wir unsere Handynummer aus. Nachdem wir voneinander Abschied nahmen und ich mir dann die atemberaubend schönen Ecken der Gärten angesehen hatte, war ich dankbar, dass mein Aufenthalt in Melbourne so gut anfing.

Am nächsten Tag traf ich mich mit Sebastian, dem Jogger. Wir gingen zusammen auf den South Melbourne Night Market. Dort sah ich wieder talentierte Musiker und großartige Kunst. Um 21 Uhr gestand ich Sebastian, dass ich nicht länger aufbleiben durfte, da ich keinen eigenen Schlüssel hatte und mein Host, der mir die Tür aufmachen müsste, ganz gern vor 22 Uhr ins Bett gehen würde. Während ich sprach, kam ich mir vor, als wäre ich wieder ein Teenager. Auch wenn Max W. sehr nett war, freute ich mich auf mein nächstes Couchsurfing-Erlebnis.

Dann fing es an zu regnen. Es war der erste Regen, den ich in meinem neuen Wohnort erlebte. Ich rannte freudig auf die Straße, während die Andern einen überdachten Platz suchten. In dieser Nacht schlief ich nicht. Ich hatte Halsschmerzen. Aber diese fühlten sich gut an, weil der Regen sich gut anfühlte.

Ich hieß mich selbst in Melbourne willkommen.

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Autor: metropolenherz

Ich bin Thao Tran - Studentin, Reisende, Kunst- und Literaturliebhaberin. Ich freue mich über deinen Besuch.

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