Wovon träumst du?

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Dienstagmorgen am Alexanderplatz. Wieviele Beine eilen an dir vorbei? Frauenbeine, Männerbeine, Beine von Studenten, Beine von Arbeitern… Sie gehen in alle Richtungen, ungeachtet, woran sie stoßen. Manche machen einen großen Bogen um dich. Manche schieben deine Decke zur Seite, die ihnen im Weg zu liegen scheint. Und du, du sitzt nur da, an die Wand gelehnt, mit geschlossenen Augen und angespanntem Gesicht. Deine Hände klammern fest an der Decke. Schläfst du? Weilt gerade ein Traum in deinem geneigten Kopf?

Welche Träume hast du?

Vorletzte Nacht begegnete ich dir zum ersten Mal. An diesem Ort. An derselben Stelle. Du saßt da, an die Wand gelehnt, mit geschlossenen Augen und angespanntem Gesicht. Deine Hände klammerten fest an deiner Decke. Während der Rest der Stadt nach Hause eilte, wo ein friedliches, warmes Bett auf sie wartete, saßt du in diesem verwaisten Bahnhof und ließt dich vom Schlaf davon tragen. Weg von diesem Ort, weg von dem wirklichen Leben, auf zu deinem Herzenstraum?

Wohin treiben dich deine Gedanken?

Du zogst mich an. Die, die da saß und schwieg und doch eine Milliarde Gedanken in die Welt hinaus zu schreien schien. Es war unmöglich, meinen Blick von dir zu wenden. Es war unmöglich, meine Füße von dir fortzutragen. Und doch war es unmöglich, mich dir anzunähern.

Während der Rest der Menschen an mir vorbei eilte, stand ich vor dir und beobachtete dich in deinem Schlaf. Wovon träumtest du?

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Autor: metropolenherz

Ich bin Thao Tran - Studentin, Reisende, Kunst- und Literaturliebhaberin. Ich freue mich über deinen Besuch.

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